Was meint iXi zu Lahmheiten?

Alle Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates sollten möglichst vom Tierarzt abgeklärt werden.

Auf den Erhalt einer exakten Diagnose sollte man unbedingt Wert legen!

Ein Tierarzt, der bei einer Lahmheit gerufen wird, kümmert sich meist nicht sofort um die genaue Diagnose wobei dies zumeist auch bei einem Besuch im Stall nicht möglich ist und wird daher erst einmal ein schmerz- und entzündungshemmendes Mittel verabreichen um dann in ein paar Tagen noch einmal zu untersuchen.

Dies kann man bei leichten Lahmheiten ohne schlechtes Gewissen und ohne Tierarzt durch ein paar Tage Ruhe und Schrittbewegung auch erreichen. Allgemein kann man sagen, dass die Bewegung nicht schadet, bei der das Pferd nicht lahmt. Ein Entzündungshemmer ist dazu nicht unbedingt nötig, oft werden gerade dadurch die Symptome verschleiert, so dass man meint, es sei schon viel besser, wenn es eigentlich gar nicht so ist.

Wenn es aber nicht besser wird und irgendwie möglich ist, ist es sinnvoller, man fährt gleich zu einer Lahmheitsuntersuchung in eine Klinik, da dort alle Diagnosemöglichkeiten vor Ort sind und diese auf Wunsch auch gleich genutzt werden.

Chronische Lahmheiten sind oft ein großes Problem, besonders für nicht so intensiv genutzte Freizeitpferde.

Ein Sportpferd, das lahmt oder auch nur taktunrein läuft, zeigt nicht mehr die gewünschte Leistung, und wird auf größeren Turnieren auch kaum durch den VetCheck, die tierärztliche Untersuchung kommen. Medikamente sind ebenfalls nicht erlaubt, also ist es dort eine klare Sache.

Bei Freizeitpferden ist das ganz anders. Hier liegt es im Ermessen des Besitzers, ob das Pferd noch genutzt wird oder nicht. Ob es starke Schmerzen hat oder damit leben kann.

Hierbei kann man viele Fälle und Grenzfälle von Tierquälerei beobachten, die durch falsche Einschätzung und falsche Tierliebe und nicht durch bösen Willen, bedingt sind.

iXi meint dazu, dass man davon ausgehen kann, dass jeder Schonung einer Extremität ein Schmerz zugrunde liegt und man das Pferd höchstens sich noch so bewegen lassen darf, wie es selber will, also frei und es keiner Arbeit unterziehen.

Eine Möglichkeit wäre, die Schmerzen auf Dauer so durch ein geeignetes Medikament zu verhindern, dass keine Beeinträchtigung mehr zu sehen ist. Das gestaltet sich allerdings schon dadurch schwierig, da diese Medikamente unabhängig von der finanziellen Belastung auf Dauer nicht sehr gut vertragen werden. Es gibt auch Naturpräparate, wie Teufelskralle und Ingwer, deren Einsatz einen Versuch wert ist.

Wenn mit keinem Medikament der gewünschte Erfolg erzielt wird, sollte einem sein strenges Gewissen ohne jeglichen Eigennutz gegenüber seinem Partner Pferd den richtigen Weg zeigen.

Sehnen und Bänderprobleme

Hier hat iXi sich einige Gedanken zu den häufig vorkommenden Sehnen- und Bänderproblemen unserer Pferde gemacht:

Es geht auch zuerst einmal wieder von den natürlichen Bedingungen aus, in denen Verletzungen ohne Eingriff des Menschen heilen. Die Natur wäre ja unvollkommen, wenn sie nicht die Möglichkeit hätte, die meisten Verletzungen perfekt abheilen zu lassen. Zumindest den Weg der Natur sollte man sich genauer anschauen...es lohnt sich! 

Der Fall: Eine Herde flieht und eines der Pferde war unachtsam und trat in ein Loch wobei es sich wie es auch bei unseren Sportpferden öfter vorkommt, eine Sehnenzerrung des Fesselträgers zuzog.                                                                 Was passiert? Es verspürt einen plötzlichen Schmerz, wird langsamer und versucht der Herde dennoch zu folgen. Da eine Flucht ja meist nur über kürzere Distanzen erfolgt, braucht das in der Folge hinterher humpelnde Pferd nicht lange das Tempo halten, sondern kann sein Bein schonen, indem es stark entlastet, unter Umständen ein paar Tage nicht gut frisst und Schmerzen hat. Das ist die Phase, in der ein Sportpferd unter starken Schmerz-und Entzündungshemmer gesetzt wird und sich nicht bewegen braucht. Zusätzlich wird die Schwellung mit Kälte behandelt.              Schauen wir mal, was die Natur dazu sagt: es lässt sofort eine heisse Schwellung an dem verletzte Gewebe entstehen um die Reparaturmannschaft zu holen, vergleichbar mit dem Alarmruf für die Feuerwehr, wenn es bei uns brennt!                                  Durch die Schwellung kommt viel Blut an die Verletzung und da das Naturpferd ja nicht stillsteht, wird die Schwellung auch nur so stark wie es nötig ist um den Reparaturvorgang schnellstmöglich einzuleiten.                                                      Das Naturpferd muss von Anfang an versuchen, der Herde zu folgen! Am Anfang wird es in gleichmässig langsamen Tempo hinterherhumpeln aber um sein Leben zu sichern, wird es danach trachten, sobald als möglich den vollen Anschluss zu finden.   Das Sportpferd wird heutzutage auch immer früher wieder bewegt, es gibt sogar fortschrittliche Tierärzte, die auch einen abwechslungsreichen Boden empfehlen und nicht, wie bisher nur glatten harten Untergrund.

Dem tierärztlichen Wissenstand zufolge wird deshalb die Entzündung zurückgedrängt, weil das entstehende Narbengewebe sonst nicht in die Längsrichtung, d.h.in die Belastungsrichtung wächst und demzufolge auch nicht belastungsfähig sein wird. Man drängt also das ganze natürliche Geschehen zurück und fängt mit dem Aufbautraining an, sobald die Entzündung zurückgegangen ist.

Nun fragt sich iXi, wie man sich so dermassen über die Natur stellen kann und deren langerprobten Massnahmen als so komplett falsch zu deuten, dass man aber auch alles anders machen muss!

iXi ist sich sehr sicher, dass die Natur recht hat und es sich sehr wohl Narbengewebe in Längsrichtung bildet, sofern man die Entzündung NICHT hemmt und das Pferd in Bewegung hält, wie es kann. Natürlich sind Schmerzen dabei vorhanden aber das sind Schmerzen mit dem ein Pferd umgehen kann, wenn es das Bein entlasten kann. Und die Heilung wird in kürzestmöglicher Zeit geschehen, denn nur das ist dem Leben des Pferdes förderlich, da die nächste Flucht irgendwann passieren wird!

Sehr interessant ist dazu der Pferde-Kinofilm "Seabiscuit" der nach einer wirklichen Geschichte gedreht wurde und man sollte sich da einmal genauer die Genesungsgeschichte und die anschliessende Leistungsfähigkeit anschauen. Sicher ist es nur ein Film aber es iXi zum Nachdenken gebracht :-) 

 

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