Wissenswertes über Haushunde

Der Haushund gehört zur Ordnung Raubtiere und stammt vom Wolf ab.

Der Körperbau des Hundes entspricht dem eines erfolgreichen Jägers. Er besitzt einen schlanken, wendigen und stark bemuskelten Körper verbunden mit einem sehr stabilen Skelett und einem starken Gebiss.  Sein Herz- Kreislaufsystem ist optimal dazu geeignet um lange Strecken zurückzulegen. 

 

Die Sinne unserer Hunde, vor allem die Nase und die Ohren sind für ein Leben als Raubtier gemacht. Trotz Domestikation hat der Hund seine Fähigkeiten, Beute auszumachen und zu finden, nicht verloren.

Demnach ist die seiner Natur angepasste Ernährung auch die eines Raubtieres. Der Wolf ernährt sich vorwiegend von Beutetieren, namentlich Pflanzenfressern, deren Darminhalt er mitfrisst und der wichtig ist für die Vitaminversorgung. Auch Nüsse, Samen und Früchte wie Beeren und manches Fallobst werden gerne gefressen.

Die Calciumversorgung wird durch das Verzehren von Knochen gesichert.

 

 

Allerdings lebt der Hund seit mindestens 15000 Jahren mit dem Menschen zusammen, wie Hundegräber dokumentieren, die in der Nähe von Menschengräbern aus der Jungsteinzeit entdeckt wurden.

Die Domestikation von Tieren entstand im Zuge des Sesshaftwerdens der Menschen. Seit dieser langen Zeitspanne ist der Hund nicht mehr ausschließlich auf die Jagd angewiesen, sondern gilt als Kulturfolger und wurde mit den Resten der menschlichen Ernährung gefüttert. Er hat sich also in gewisser Weise dem "Allesfresser Mensch“ angepasst.

Bevor die Menschen sesshaft wurden, waren sie Sammler und Jäger. Was gibt es in der Natur zu sammeln?

Das sind Kräuter, Nüsse, Samen und Früchte, also in etwa das, was auch ein Wolf in geringerer Menge zu sich nimmt. Man gehe also davon aus, dass die Haushunde sich von Resten der erlegten Tiere sowie der Mahlzeiten ihrer Menschen ernährten. Daneben konnten sie sicher noch eigenständig jagen.

Darauf ist der Organismus Hund eingestellt und gut angepasst.

Seit der Jungsteinzeit hat sich langsam der Ackerbau entwickelt und damit Getreideprodukte und in jüngerer Zeit Kartoffeln. Diese stärkehaltigen Lebensmittel machten zunehmend einen immer größeren Teil unserer Nahrung aus.

Nur ist der Stärkeanteil unserer heutigen Ernährung auf keinen Fall dem Verdauungstrakt eines Raubtieres zuträglich, wahrscheinlich auch nicht dem des Menschen.

Folgen der Überfütterung mit leichtverdaulichen Kohlenhydraten sind vor allem das Vorkommen von Fettleibigkeit und der Zuckerkrankheit, Diabetes mellitus genannt.

Seit den 1970er Jahren gibt es erst kommerzielles Hundefutter!

Woraus besteht es?

Zum mehr oder weniger großen Teil aus Stärke, wie Maismehl zum Beispiel, die billig ist und dem Futter, vor allem dem Trockenfutter Struktur gibt. Dann ist ein kleiner pflanzlicher Teil dabei, der dann für das gesunde Gemüse steht.

Das Tierische in normalem Hundefutter ist zumeist ein kleiner Teil Tiermehl, wobei Fleisch in verschwindendem Maß oder gar nicht darin enthalten ist. Tiermehl ist ein Produkt der Tierkörperbeseitigungsanlagen, das erhitzt und gemahlen Knochen, Horn von Haaren und Hufen, Haut und sonstige für Menschen nicht verwertbare Abfälle enthält. 

Dazu kommen noch ausgeklügelte Aromastoffe, die in firmeneigenen Versuchslaboren an dort gehaltenen Hunden und Katzen getestet werden und deren Rezepte hoch gehandelt werden!

Und zuletzt Farbstoffe, Konservierungsstoffe, künstliche Vitamine und Geschmacksverstärker, die nicht aufgelistet werden müssen in Tierfutter! Man muss sich die Produktion so vorstellen, dass die Grundsubstanz ein Teig aus Stärke und Tiermehl ist, das für Trockenfutter hoch erhitzt und gebacken wird. Anschließend wird dem sterilen und geschmacksneutralen Produkt mit Farb- und Aromastoffen, Geschmacksverstärkern und Vitaminen ein wenig künstliches Leben eingehaucht Es wird damit besprüht und verpackt.

Als Dosenfutter kann der Teig lediglich mehr Wasser binden, ist aber genauso erhitzt und somit ungefähr das Gleiche.

Dies sind vor allem die Produkte der großen Tierfutterkonzerne, die fast alle bekannten und beworbenen Hunde-und Katzenfutter herstellen.

In neuerer Zeit, da immer mehr kritische Stimmen bezüglich des Hundefutters laut werden, gibt es verbesserte Produkte, die aber meist nur von kleineren Firmen hergestellt werden und die einen größeren Fleischanteil besitzen oder auch aus purem Fleisch bestehen, da sie kein Tiermehl verarbeiten, sondern Fleisch, Fleischmehl und weniger Stärke.

Diese sind besser aber natürlich sehr viel teurer.

Ein Beispiel ist die Firma "Lunderland", die sich sehr viel Mühe gibt, naturbelassenes Hunde- und Katzenfutter herzustellen.

Es lohnt sich also, die Inhaltsstoffe genauestens unter die Lupe zu nehmen!

Dann grassiert noch das fast unausrottbare Gerücht, dass man dem Hund auf keinen Fall Speisereste geben darf. Dieses Gerücht entstand ziemlich bald nach Einführung des kommerziellen Hundefutters.

Man vermute nun mal, wer es in die Welt gesetzt hat...

15000 Jahre lang war es unbekannt und das Normalste der Welt!

Die Gegenbewegung gibt es auch und das ist das so genannte „Barfen“ der Hunde. Was ist das nun? Barf oder besser b.a.R.f. kommt von biologisch artgerechte Rohfütterung. Das ist eine Ernährung, die der des Wolfes entspricht und von Hunden sehr gut vertragen wird.

Diese Hunde erfreuen sich einer sehr gesunden und fast unverwüstlichen Darmflora, eines guten Immunsystems und einem schlanken und muskulösen Körper.

Das ist erstaunlich angesichts der 15000jährigen Domestikation! Es zeigt aber nur zu deutlich, dass der Haushund sich doch noch gar nicht so weit vom Wolf entfernt hat, was das Verdauungssystem und die Konstitution angeht.

Was unterscheidet einen Fleischfresser von einem Pflanzenfresser?

Schon beim Betrachten des Hundegebisses wird deutlich, dass dies Zähne eines Raubtieres und Fleischfressers sind. Die großen Fangzähne dienen zum schnellen Töten der Beute, die Backen- oder Reißzähne besitzen scharfe Kanten, mit denen Fleischstücke rasch zerrissen und zerkleinert werden können. Die Zähne des Pflanzenfressers dagegen haben flache Backenzähne, mit denen Pflanzenteile zermalmt und zerrieben werden. Denn ab diesem Zeitpunkt beginnt der Pflanzenfresser mit der Zersetzung der Nahrung, denn die pflanzlichen Bestandteile sind schwerer aufzuschließen als fleischliche Nahrung.

Der Hund schlingt seine Nahrung mehr oder weniger zerkleinert herunter. Der Magen kann sich stark ausdehnen, da ein Raubtier auf Vorrat frisst.

Seine immense Kaukraft ermöglicht es ihm sogar Knochenstücke zu durchtrennen.

Der Darm der Fleischfresser ist im Verhältnis zu dem des Pflanzenfressers in etwa halb so lang. Die Verweildauer des Futters ist entsprechend kurz im Vergleich zu der des Pflanzenfressers. Zudem finden beim Pflanzenfresser auch im Dickdarm noch Abbauprozesse statt, die beim Fleischfresser kaum zu finden sind.

Für größere Mengen Getreide ist das Verdauungssystem des Fleischfressers nicht geeignet, da der Darm zu kurz ist, um es ganz aufzuschließen.

Die Darmflora wird negativ verändert und es kommt öfter zu Blähungen und sie ist kaum noch widerstandsfähig gegen Keime. Daher bekommen solche mit Fertigfutter ernährten Hunde auch sehr häufig Durchfall!

Fleisch ist folglich für den Hund am besten verwertbar und sollte der Hauptbestandteil des Futters sein.

Wen es interessiert, kann gerne weiterlesen in                                                             "Katzen würden Mäuse kaufen" von Hans-Ulrich Grimm                                            oder diesen interessanten und auch traurigen Artikel lesen, der unter anderem den Kampf einiger Tierärzte gegen das krankmachende Fertigfutter und die Futtermittelindustrie schildert:                                                                                                   www.nexus-magazin.de:artikel:lesen:kommerzielles-tierfutter-und-folgeschaeden.webloc

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Wissenswertes über Katzen

Wissenwertes über Katzen

Als Haustier kommt die Katze weltweit in allen vom Menschen besiedelten Gebieten vor, kann aber als wild oder verwildert lebendes Tier nur in klimatisch warmen oder gemäßigten Zonen leben.

Sie gilt als Kulturfolger des Menschen.

Die Katze benötigt, wie die meisten Säugetiere einschließlich des Menschen Vitamin A, nimmt dabei aber eine Sonderstellung ein, da sie im Gegensatz zu fast allen anderen Tieren das pflanzliche β-Carotin nicht in Vitamin A umwandeln kann. Sie ist daher natürlicherweise auf den ausreichenden Genuss von Leber angewiesen, um sich mit Vitamin A versorgen zu können.

Katzen, auch Haus- und Rassekatzen, sind als Raubtiere strikte Fleischfresser. In ihrem natürlichen Lebensraum ernähren sie sich vorwiegend von kleinen Säugetieren und je nach natürlichem Beuteangebot auch in geringerem Maße von Fischen, Vögeln, Amphibien, Reptilien und Spinnen. Studien haben nachgewiesen, dass die Katze zur Deckung ihres Nährstoffbedarfes keine pflanzlichen Nährstoffe, insbesondere keine Stärke und keinen Zucker benötigt.

Daher ist ein hoher Stärkegehalt im Katzenfutter abzulehnen, weil dabei der Anteil lebenswichtiger Aminosäuren tierischer Herkunft nicht aus dem Fleisch im Futter gedeckt werden kann und dann künstlich zugesetzt werden muss.

Studien belegen außerdem, dass mit kommerziellem Fertigfutter gefütterte Katzen ein 2,5-5fach erhöhtes Risiko haben, an einer Schilddrüsenüberfunktion zu erkranken. Und in der Tat, diese Schilddrüsenerkrankungen, die heute sehr häufig bei älteren Katzen vorkommen, waren vor 25 Jahren noch relativ unbekannt. Außerdem werden diese Katzen oft übergewichtig und zuckerkrank.

Wild lebende Katzen trinken wenig, da sie an warme Regionen angepasst sind. Der Wasserbedarf wird zumeist aus dem Fleisch gedeckt.

Der Bedarf ist natürlich wesentlich höher bei Fütterung mit Fertigfutter, da es zumeist noch gesalzen ist und als Trockenfutter auch keine Feuchtigkeit enthält. Das heißt aber nicht, dass eine Katze dann auch bedarfsgerecht trinkt, da sie als Wüstentier wenig Durstgefühl besitzt.

Die Folgen sind starke Konzentration des Urins. Wenn dazu noch der Urin durch zu viel Stärke im Futter weniger sauer ist als der Urin eines reinen Fleischfressers üblicherweise, kommt es oft zu Harnstein oder Grießbildung mit schmerzhafter und blutiger Harnverhaltung, weil die scharfen Kristalle die Schleimhaut von Harnblase oder Harnröhre verletzen.

Symptome sind der Absatz oder Verlust von blutigen Harntröpfchen oder gar kein Harnabsatz , Unruhe und häufiges Aufsuchen des Katzenklos.

Katzen trinken auch nicht gerne dort, wo sie fressen, weil es in freier Wildbahn unwahrscheinlich ist, dass sich direkt neben der geschlagenen Beute eine Wasserstelle befindet.

Hauskatzen haben dieses Verhalten beibehalten und trinken nur notfalls und dann meistens lieber Regenwasser oder stilles Mineralwasser oder auch nur Tropfen aus einem Wasserhahn. Auch beim Wasser lieben Katzen es frisch!

Erwachsene Katzen vertragen meist keine Kuhmilch. Der in Milch enthaltenen Milchzucker kann nur durch das Enzym Lactase verdaut werden. Da aber mit dem Ende der Säugeperiode das Enzyms nicht mehr gebraucht wird, stellt der Körper es auch nicht mehr in ausreichender Menge her. Es kommt daher bei plötzlicher Milchfütterung zu Verdauungsstörungen und Durchfall. Wird über die Säugeperiode hinaus ohne Unterbrechung Milch zugefüttert, so kann die Enzymproduktion meist aufrecht erhalten werden.

Dies ist der Grund, warum Bauernhofkatzen, bei denen Milchfütterung üblich ist, diese im Allgemeinen besser vertragen als nicht regelmäßig mit Milch gefütterte Katzen.

Eine Wohnungskatze verschluckt bei der Fellpflege mehr Haare als ein Freigänger, da sie mehr Muße zur Fellpflege hat und auch weniger Haare an Büschen und Sträuchern abstreifen kann.

Deshalb ist eine Wohnungskatze auf die Bereitstellung von Katzengras angewiesen. Das Fressen von Gras erleichtert der Katze das Herauswürgen von unverdaulichen Haarbällen, die durch die Fellreinigung oder das Fressen von Beutetieren in den Verdauungstrakt der Katze gelangt sind. Bei zu vielen Haaren können diese verklumpen, eine chronische Magenentzündung hervorrufen und im schlimmsten Fall zu einem Darmverschluss führen. Es wird außerdem davon ausgegangen, dass Katzen durch die Aufnahme von Gras ihre Nahrung ergänzen z. B. durch die in Gräsern enthaltene Folsäure.

Bei Katzengras handelt es sich um grasähnliche Pflanzen. Es gibt im Handel speziell als Katzengras deklarierte Pflanzen, jedoch ist auch eine eigene Herstellung durch Aussaat von Getreidesorten (Weizen, Gerste, Hafer) eine kostengünstige Alternative. Auch Zyperngras kann man nehmen, das auch oft als Zwergbambus bezeichnet wird und Grünlilien.

Eine Alternative zum Erbrechen von Haaren stellt die Verfütterung von malz- und fetthaltigen Pasten dar, die eine Verklumpung der Haare im Verdauungssystem verhindern und somit eine Darmpassage und Ausscheidung auf natürlichem Weg ermöglichen.

Unter Umständen kann es bei reinen Wohnungskatzen zu einem Vitamin-D-Mangel kommen, der durch das Futter ausgeglichen werden muss. Die Ursache hierfür liegt in der Produktion des Vitamins. Cholesterol aus dem Haarfett wird durch Sonnenlicht in Vitamin D umgewandelt, das durch das Putzen mit der Zunge  dann aufgenommen wird. Bei fehlendem Sonnenlicht wird daher kein oder zu wenig Vitamin D gebildet und aufgenommen.

Fragen & Antworten

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Frage gestellt am Sonntag, 07.04.13 um 19:52 Uhr

Hallo ixi,
mein Hund hatte epileptische Anfälle  in immer kürzeren Abständen. Der Tierarzt hat ihm Valium verabreicht. Außerdem wurde der Bauch geröngt, eine Sonographie des Oberbauches vorgenommen. Dort erkannte man deutlich einen Nebennierentumor links. Die rechte Nebenniere hat sich stark zurückgebildet. Seit der Gabe von Valium sind keine epileptischen Anfälle mehr aufgetreten. Wie sind die Aussichten ??
Danke
Bessi

iXi's Antwort:

Hallo Bessi,
das hört sich aber nicht gut an. Ich nehme an, Ihr Hund ist schon etwas älter und dann ist es vermutlich keine richtige oder primäre Epilepsie. Epileptische bzw. Krampfanfälle können neben Veränderungen der Hirndurchblutung, Sauerstoffmangel und Unterzuckerung natürlich auch stoffwechselbedingt sein und das Auffinden eines Tumors an der Nebenniere hat vermutlich einen starken Einfluss auf den Stoffwechsel, da diese zumeist Hormone verschiedener Art produzieren können. Es ist nun wichtig, dass ihr Tierarzt durch verschiedene Bluttests die Art des Tumors genau herausfindet um die Prognose einzugrenzen. Es gibt Tumore der Nebennierenrinde, die Kortison oder Aldosteron und solche des Nebennierenmarks, die Adrenalin produzieren. Jedes dieser Stoffe kann den Stoffwechsel stark beeinflussen aber medikamentell beeinflussen kann man erfolgreich nur die Kortisonausschüttung. Daraus ergibt sich auch die Prognose. Unabhängig davon kann natürlich auch ein gesonderter Vorgang im Gehirn vorgelegen haben wie eine Blutung oder eine Durchblutungsstörung und der gefundene Tumor eine Nebendiagnose sein.  Da die Symptome sich aber verbessert haben, ist also nicht mit einer schlechten Prognose diesbezüglich zu rechnen.
Hoffe, iXi hat etwas Klarheit geschaffen.
Viele Grüße von iXi

 

Frage gestellt am Freitag, 29.03.13 um 21:21 Uhr

iXi's Antwort:

Hallo Loewenzahn,
der beste Zeitpunkt zur Kastration ist natürlich eine Pause in der Rolligkeit. Eine Pause deshalb, da eine echte Beendigung der Rolligkeit nur nach den Eisprüngen entsteht. Diese werden aber bei Katzen nur durch einen Deckakt ausgelöst und zwar genauer durch den Schmerz, der durch die Widerhaken des Katerpenis beim Herausziehen nach dem Deckakt entsteht.  Eine nicht bedeckte Katze hat nur kurze Pausen, in denen die Eifollikel sich etwas zurückbilden bevor sich die nächsten bilden. Also sollte man die erstbeste Pause nutzen zur Kastration. Zur Not muss der Tierarzt etwas zur Unterdrückung der Rolligkeit  injizieren.
Viele Grüße von iXi

 

Frage gestellt am Freitag, 29.03.13 um 20:20 Uhr

Hallo iXi,

meine Katze ist gerade rollig und schreit das ganze Haus zusammen! Wie lange dauert so was und wann ist der günstigste Zeitpunkt, sie kastrieren zu lassen?

 

Frage gestellt am Dienstag, 12.03.13 um 07:30 Uhr

Liebes Ixi ! Mein Pflegehund hat starken Juckreiz vor allem nachts. Der Tierarzt hat auf Parasiten untersucht und nun müssen wir Cortison geben und eine Eliminationsdiät mit Lammfleisch machen. Welche Möglichkeiten gibt es herauszufinden woher dieser Juckreiz genau kommt ?

iXi's Antwort:

Hallo Blaaablaaa,
wenn Parasiten wirklich ausgeschlossen sind und an der Schlafstelle auch nichts Allergieverdächtiges festgestellt wird, ist eine Eliminationsdiät zu empfehlen aber dazu gehört für iXi auch DAS ELIMINIEREN VON SÄMTLICHEM FERTIGFUTTER, auch Diätfutter, wegen der, auch nicht deklarierten, Zusätze! (Siehe Fütterungstext) 4 Wochen lang nur frische, unveränderte Lebensmittel, wenig Stärke ist iXi's Eliminationsdiät. Und Cortison sollte man parallel dazu ausschleichen. Die Möglichkeiten, genau herauszufinden, was das Allergen ist, stehen aber im Allgemeinen schlecht, da Allergietests kein sehr grosses Repertoire haben und auf Aromen und Geschmacksverstärker z.B.wird nicht getestet. Wenn dieser Fütterungsversuch misslingt, kann man im Haushalt weitersuchen aber es ist unaufwändiger und für alle Beteiligten angenehmer, das Tier auf eine Erhaltungsdosis Cortison zu setzen und zwar nur alle 2Tage etwa 5-10mg Prednisolon. Dies hat fast keine Nebenwirkungen und kann das ganze Leben lang verabreicht werden.
Liebe Grüße von iXi

 

Frage gestellt am Dienstag, 12.03.13 um 07:26 Uhr

Hallo Ixi. Ich habe schon viel über Mittelmeerkrankheiten gehört vor allem in Verbindung mit ausländischen Tieren und Reisen ins Ausland . Könntest du mich darüber einmal aufklären ?

iXi's Antwort:

Hallo Blaaablaaa,
ja, diese Krankheiten wie Leishmaniose, Ehrlichiose, Babesiose und Dirofilariose sind nur wichtig, wenn man 1.ein Tier aus dem Mittelmeerraum einführen will oder 2.wenn man eine Reise dorthin mit Tier plant.
Zu 1. Diese Tiere müssen einer ausführlichen Blut und Laboruntersuchung unterzogen werden um sie auf diese Krankheiten zu testen. Ein negatives Ergebnis heisst aber keine 100%ige Sicherheit, da bei frischen Infektionen nicht sicher getestet werden kann. Eine Laboruntersuchung sollte daher mehrmals durchgeführt werden. Dies bedeutet, das Übernehmen eines Hundes aus dem Mittelmeerraum birgt immer ein Restrisiko, zumal die Krankheiten nicht alle behandelbar sind, wie z.B.die Leishmaniose oder die Behandlung ein großes Risiko birgt, wie bei Dirofilariose bzw.Herzwurm.
Zu 2. Der Leishmaniose kann man inzwischen durch eine Impfung vorbeugen, am besten in Kombination mit einem wirksamen Mückenschutz.
Dieser ist für Dirofilariose auch wichtig und zusätzlich gibt es gute Medikamente, die der Krankheit vorbeugen.
Ehrlichiose und Babesiose sind behandelbar und werden ausschliesslich durch Zecken übertragen. Daher kann man mit einem guten Zeckenschutzmittel vorbeugen. Hier reicht es nicht, die Zecken zeitnah zu entfernen, da die Erreger zum Teil in den Speicheldrüsen sitzen und sofort übertragen werden.
Leishmaniose ist von diesen Krankheiten die Heimtückischste, da die Erreger das Immunsystem befallen und daher auch den ganzen Körper. Selbst wenn Hund, Pferd, Katze sich eine Resistenz erworben hat, kommt es bei Kontakt mit dem Erreger zu neuen Krankheitserscheinungen, da die Antigen-Antikörper-Komplexe sich überall ablagern.
Man kann gespannt sein, was die Impfung auf die Dauer bewirkt.
Liebe Grüße von iXi

 
 

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Katze & Hund

Katzen und Hunde sind die wichtigsten Patienten einer Kleintierpraxis und daher sind diese bestens auf sie eingestellt, im positiven wie im negativen Sinne. ixi versucht hier den Weg im Dschungel wichtiger und überflüssiger Massnahmen zu ebnen und bietet Einblick in die Natur der Tiere und Hilfe zur Selbsthilfe.

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