Alter Hund

Nun stellt man sich als erstes die Frage, wann ist mein Hund alt? 

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines kleinen bis mittleren Hundes liegt um die 14 Jahre, die eines großen Hundes je nach Größe zwischen 13 und 9 Jahren etwa. Ausnahmen gibt es in beide Richtungen.

Aber schwieriger ist die individuelle Einschätzung, bei uns Menschen sagt man, man ist so alt, wie man sich fühlt. Das gilt natürlich auch für unsere Hunde, bei denen man das gefühlte Alter aus der körperlichen und geistigen Fitness ablesen muss.

Ein Beispiel:

Sie haben einen 16 jährigen Jack-Russel-Mix, der sich auf einen Spaziergang freut. Er hat auch noch Spaß am Laufen und gräbt eifrig nach Mäusen oder spielt noch gerne mit dem Ball. Alles nicht mehr so ausgiebig und temperamentvoll wie früher aber gerne. Auf sein Futter freut er sich genauso wie immer aber möglicherweise sieht und hört er nicht mehr so gut.                                                                                              

Diesen Hund würde ich trotz seiner 16 Lebensjahrenicht als alt bezeichnen.

Ein anderes Beispiel:

Jetzt haben Sie einen 12 jährigen Beagle, der morgens nicht aufstehen will und wenn er dann aufsteht, sehr schwerfällig und steif läuft. Auf einen Spaziergang müssen sie ihn überreden, er trödelt überall und schnüffelt lieber als dass er laufen will. Hören kann er fast gar nicht mehr. Fressen tut er zwar noch aber er ist wählerischer geworden. Er hat immer öfter kleinere Krankheiten, mal Husten, mal Hautekzeme oder Lahmheiten oder anderes. Am liebsten schläft er.

Diesen Hund würde ich als alt bezeichnen.

Wir sprechen von nun an von einem alten Tier, wenn es so ungefähr in das 2. Beispiel passt.

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Was meint iXi zu alten Hunden?

Es gibt viele Krankheiten, die vom Verlauf her langwierig und oft auch teuer zu behandeln sind, deren Heilungschancen sehr gering oder gar nicht vorhanden sind, wie etwa Herzkrankheiten, Arthrosen, Nierenerkrankungen oder auch chronische Darmstörungen. Man sollte sich dazu immer vergegenwärtigen, dass solche Patienten

einen Großteil der Einnahmen einer Kleintierpraxis ausmachen.

Da wird Ihnen kaum ein Tierarzt vorschlagen, Ihren Hund zu erlösen.

DAS müssen Sie selber entscheiden! Behandlungsversuche sind natürlich nötig aber wenn die Symptome in absehbarer Zeit nicht so viel besser werden, dass Ihr Hund wieder Spaß am Leben hat, hat die Behandlung versagt.

Ihr Gefühl sagt Ihnen meist, dass nun der Zeitpunkt gekommen wäre, Ihrem Liebling das Letzte zu ersparen und ihn zu erlösen. 

Aber auf diesbezügliche Fragen werden sie vom Tierarzt fast ausnahmslos so lange es geht, zur Behandlung motiviert. Selbst auf die Gefahr hin, dass Sie als egoistisch angesehen werden, müssen Sie Ihre Entscheidung mit aller Härte durchbringen.

Das ist sehr schwer aber notwendig.

Am besten, sie melden Ihren Hund schon am Telefon zur Euthanasie an und fragen auch gleich, ob das auch durchgeführt wird. Ihr Tierarzt muss den Hund natürlich schon kennen und über dessen Krankheiten im Bilde sein, sonst

darf er das nur nach gründlicher Untersuchung sowie Behandlungsversuch.

Das andere, was geschehen kann, sind Krankheiten, wie Tumore, Gebärmuttervereiterungen oder orthopädische Krankheiten, die nur per aufwändiger Operation oder zumindest unter Vollnarkose behandelt werden können.

Das ist ein weiteres finanzielles Standbein eines Tierarztes.

Alte Tiere werden unverhältnismäßig oft operiert, so oft es eben nur geht! Die Hoffnung wird natürlich geschürt, dass das Tier danach wieder Spaß am Leben hätte und wenn man sich nicht dafür entscheidet,

gilt man als geizig und egoistisch. Davon darf man sich nicht beirren lassen, denn die Wahrheit sieht im Allgemeinen nämlich ganz anders aus. Leider sieht man meist ja nur seinen eigenen Hund und hört das, was der Tierarzt sagt. Falls es dann doch nicht so klappt, wie vorhergesagt, ist man halt die große Ausnahme aber man hat doch noch alles versucht.

Selbst wenn man das Geld nicht scheut und sich

für eine Operation entschließen würde, sollte man sich gut überlegen, wie lange Ihr Hund selbst im Erfolgsfalle mit den Folgen der OP zu tun haben wird und wie das in Relation zu seiner Lebenserwartung aussieht.

Dazu muss man sagen, dass ein „alter“ Hund im obigen Sinne keine große Lebenserwartung mehr hat und es kommt erfahrungsgemäß nach und nach zu Schwächung und Versagen von verschiedenen Organen, insbesondere auch des Immunsystems. Dies insbesondere auch nach größeren Operationen.

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Alte Katze

Bei Katzen ist es ähnlich, eine wirklich alte Katze, im Sinne des gefühlten Alters, nimmt auch kaum noch am Familienleben teil, sie verschläft fast den ganzen Tag und bewegt sich steif und ungelenkig. Als wild lebende Katze hätte sie kaum noch Chancen auf Beute. Bei Katzen fällt dann besonders auf, dass sie stark abnehmen und besonders die Muskulatur schwindet. Das sieht man daran, dass die Hüfthöcker und die Wirbelsäule nun immer stärker hervortreten.

Katzen leiden im Alter sehr oft an

Niereninsuffizienz, was bedeutet, dass das Eiweiß in der Nahrung nicht mehr verwertet wird und stattdessen der Körper langsam mit giftigen Abbauprodukten, wie Harnstoff überschwemmt wird. Da die Katze aber von Natur aus einen sehr hohen Eiweißbedarf hat, schwächt sie das sehr schnell. Die Symptome sind dann ein sehr wählerisches Fressverhalten, übermäßiger Durst oder Verweigerung von Nahrung und Flüssigkeit.

Dennoch haben Katzen deswegen keine Schmerzen, da der Harnstoffanstieg im Blut einen starken Beruhigungseffekt hat, die Katze schnurrt sehr viel und wirkt leicht weggetreten oder schläft.

Was meint iXi zu alten Katzen?

Eine Behandlung, gerne werden dazu wieder Diätfuttermittel verkauft, ist eigentlich nur ein Aufschub. Es ist für das Tier am besten, wenn es bei vorhandenem Appetit auch das bekommt, was es mag und wenn es nicht mehr frisst, sollte man sich überlegen, ob man es erlöst oder so sterben lassen möchte.

Dieser Tod ist ein sanfter...sie schläft ein. Aber es kann sehr lange dauern und oft verstecken sich Katzen dazu oder Freigänger laufen einfach weg und verstecken sich zum Sterben irgendwo.

Das ist natürlich nicht jedermanns Sache aber es kann jeder für sich selbst und sein Tier entscheiden, welcher Weg für alle Beteiligten der Beste ist.

Andere Krankheiten verlaufen ähnlich wie beim Hund.

Und so hart es klingt aber ein altes Tier hat keinen Lebenswillen mehr und möchte sterben, wie auch alte Menschen oft. Und da es ja nicht einfach umfallen und sterben kann, muss zuerst die eine oder mehrere Krankheiten kommen.

An irgendetwas muss ein Tier ja schließlich sterben.

Und man tut gut daran, das auch zu würdigen und es nicht immer wieder zu retten, sondern ihm zu helfen, in Würde einschlafen zu können. Gott sei dank stehen uns bei Tieren ja alle Möglichkeiten einer schmerz- und stressfreien Euthanasie zu Verfügung.

Das ist man seinem langjährigen Begleiter auch schuldig, meint iXi.

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