Flöhe

 -Das Leben des Flohs auf Hund oder Katze und seine Vermehrung.

-Wie erkennen Sie Flohbefall Ihres Tieres?  

-Welche Art von Vorbeugung und Behandlung von Flohbefall ist sinnvoll?

Information Flöhe

Flohlarve, frisch geschlüpft

Ein Floh lebt auf einem Tier und verlässt es nicht, um auf ein anderes Tier zu springen.

Er legt allerdings Eier, die herunterfallen und sich bei den richtigen Temperaturen zu Larven entwickeln. Je wärmer, desto schneller. Weder Eier noch Larven kann man mit bloßem Auge erkennen. Die Larven ernähren sich von Hautschuppen und sonstigem organischen Staub. Das passiert zumeist dort, wo sich unsere Haustiere länger aufhalten und auch schlafen, also im Körbchen, auf dem Kratzbaum, im Auto oder unserem Bett.

Wenn die Larven groß genug geworden sind, verpuppen sie sich und können als Puppen jahrelang überleben. Aktiviert werden sie ausschließlich durch die Steigerung von Kohlendioxid in der Luft, was immer passiert, wenn sich ein warmblütiges Lebewesen in der Nähe befindet.

Dann schlüpfen sie ganz schnell und jetzt benutzen die frisch geschlüpften Flöhe ein einziges Mal ihre Sprungkraft - um auf ihren zukünftigen Ernährer zu springen.

Das kann auch ein Mensch sein, wenn das bevorzugte Tier nicht da ist, z.B. in Auto, Bett oder Sofa. Aber ein Hunde- oder Katzenfloh kann den Mensch nur stechen, nicht auf ihm leben. Die Stiche sind charakteristisch, da es immer mehrere nebeneinander sind und diese sehr stark und lange jucken.

Stiche beim Mensch sind starke Indizien für das Vorhandensein von Flöhen beim ihrem Tier. Und Ihr Tier kann sich mit Flöhen schon anstecken, wenn es über fremde Schlaf- oder Aufenthaltsplätze läuft, was im Sommer leicht auch draußen passieren kann. Im Winter aber eigentlich nur in geheizten Räumen wie fremden Wohnungen oder Ställen und Tierheimen oder -pensionen. Oder natürlich auch im Wartezimmer des Tierarztes, wenn man Pech hat.

Nach oben

Was meint iXi dazu?

Ein wenig Abhilfe und Vorbeugung kann durchaus schon erfolgen durch gute Hygiene, wie dem regelmäßigen Abwaschen des Körbchens oder gutem Absaugen des Kratzbaums sowie dem

häufigen Waschen von Hundedecken. Auch das Absaugen von Sofaritzen und Matratzen kann schon viel bewirken und reicht als Vorbeugung erstmal aus.

Wenn allerdings Flöhe oder Stiche entdeckt werden, sollte man nicht zögern, allen! Tieren eines Haushaltes ein gutes flohwirksames Spot-On Präparat zu verabreichen. Das ist nicht ganz billig, aber wenn Sie gleich handeln, kann die Behandlungsdauer verkürzt werden. Wenn sie zum Tierarzt gehen und dies geschickterweise ohne Tier, wird man Ihnen eine Behandlung von 4 Monaten empfehlen, weil meist auch 4 Pipetten in einer Schachtel sind, aber es wird Ihnen keiner einen Vorwurf machen, dass Sie sich in dem Fall erstmal für 2 Monate eindecken und sagen, sie kommen dann noch mal und holen den Rest.

Wenn Sie gewissenhaft die obige Prozedur durchführen und in diesem Falle sollten Sie nach dem Saugen das Auswechseln des Staubsaugerbeutels nicht vergessen, werden die beiden Behandlungen vermutlich ausreichen.

Vorbeugende medikamentelle Maßnahmen gegen Flöhe kann man gezielt einsetzen, wenn Ihr Tier in Tierpension geht oder sie zu Besuch bei anderen

Tierhaltern sind aber es muss nicht durchgehend sein.

Wenn dies öfter vorkommt, oder Ihr Tier sich regelmäßig in Hundetagesstätten oder Ställen aufhält, kann man auch eine andere vorbeugende Maßnahme ergreifen und dem Tier ein Medikament verabreichen, was nicht die Infektion aber die Vermehrung der Flöhe verhindert. Es wirkt sozusagen als Pille für den Floh. Diesen Wirkstoff kann man einmal im Monat als Tablette oder für Katzen als Flüssigkeit über das Futter verabreichen. Es gibt auch eine 6 Monats-Spritze für Katzen.

Nach oben

Information Zecken

Zeckennymphe

Eine Zecke muss auch eine Entwicklung vom Ei über ein kleines sogenanntes Nymphenstadium, das ist eine Miniausgabe der geschlechtsreifen Zecke, die unsere Haustiere anfällt, durchlaufen. Dieses Nymphenstadium, in dem kleinere Säuger befallen werden wie Vögel, Mäuse, Igel und so weiter, läuft im Frühling als erstes ab, allerdings oft in dem warmen Nest- und Baubereich dieser Tiere. Diese tragen die festgesaugten  Nymphen dann mit nach draußen, wo sich fallen lassen, wenn sie genug Blut zur Weiterentwicklung gesaugt haben. Danach erfolgt erst die Entwicklung zur Zecke, wie wir sie kennen. Wenn dann ab etwa April die Tiere durch Gras und Gebüsch laufen, lassen sich die Zecken, bei uns kommt vorwiegend der „gemeine Holzbock“ vor, angelockt wie bei den Flöhen durch den erhöhten Kohlendioxidgehalt der Luft um das Beutetier herum, einfach fallen oder krabbeln die Beine hoch an die dünneren Hautpartien. 

Die in unserem Raum vorkommende wichtigste, von Zecken übertragene Krankheit, ist die Borelliose. Wenn nun eine Zecke infiziert ist mit Borellien, das sind bestimmte Bakterien,  erfolgt die Übertragung erst ab 12 Stunden nach dem Ansaugen der Zecke, da er Erreger sich im Darmtrakt der Zecke befindet und nicht in den Speicheldrüsen. 

 

 

Zecke

Nach oben

Was meint iXi dazu?

Solange man in der Lage ist, täglich sein Tier abzufühlen, und es ein nicht zu langes und dichtes Haarkleid hat, und man Zecken sicher entfernen kann, braucht man keine Angst vor Krankheit zu haben. Die Zecke an sich ist nicht gefährlich, nur die Übertragung von Krankheiten durch diese. Falls bei der Entfernung der Zecke einmal der Kopf stecken bleibt, weil man zu stark gezogen hat, ist das auch kein Beinbruch und muss nicht zu einem sofortigen Tierarztbesuch führen. Wenn es nach einem Tag keine größere Schwellung oder Rötung gegeben hat, kann man den Kopf in der Haut lassen. Er wird entweder verkapselt und verbleibt als kleines Knötchen oder es wird ein kleiner Pickel draus, der irgendwann aufbricht und der Zeckenkopf wird so nach außen befördert. Wenn man aber nicht in der Lage ist, die Zecken sicher zu entfernen oder das Fell zu dicht ist, sollte man über die Sommermonate lieber ein gutes Zeckenmittel als Spot-On-Präparat einmal im Monat anwenden. Es gibt allerdings eine Ausnahme und die ist, wenn man sein Tier in südliche Länder mitnehmen will. Dort gibt es andere Zeckenarten wie die Auwaldzecke oder die braune Hundezecke, die andere Krankheiten, diese auch teilweise sofort mit dem Speichel übertragen. Da empfiehlt sich auf jeden Fall ein gut wirksames Zeckenmittel.

Nach oben

Information Würmer

Zunächst einmal wieder die Natur:
Alle wild oder natürlich lebenden Tiere haben auch mal Würmer, vor allem Jungtiere. Das beeinträchtigt nicht ihre Gesundheit, solange ihr Immunsystem normal funktioniert. Im Gegenteil, bei Jungtieren bildet sich durch die ersten Würmer, die sogar bereits im Mutterleib und später über die Muttermilch übertragen werden, die notwendige Immunität erst aus. Wenn ein gesundes Tier unter natürlichen Bedingungen erwachsen wird, hat es eine solche gesunde Darmflora und Immunität gebildet, dass es Würmer äußerst schwer haben, sich dort anzusiedeln. Die Welpen, die an massivem Wurmbefall krank werden oder sogar sterben, sind meist anderweitig schon geschwächt und werden auf diese Weise durch Mutter Natur ausgesondert. Das Motto der Natur ist ja bekanntermassen: „die Stärksten überleben und dürfen sich fortpflanzen“oder nach Darwin: "survival of the fittest".

 

Ein Haustier bei naturnaher Haltung wird auch dementsprechend wenig Wurmbefall besitzen. Aber hier herrschen ja noch einige Hygieneansprüche, vor allem wenn Kinder mit im Haushalt leben. Kinder sind wie Jungtiere empfänglicher für Wurmbefall als gesunde Erwachsene. Und wir Menschen dürfen ja keine natürliche Immunität ausbilden, da die Würmer in unserer westlichen Zivilisation ziemlich ausgemerzt wurden. Früher hatten Kleinkinder, vor allem solche in ländlichen Gebieten oft Spulwürmer.

Es gibt aber wieder Tendenzen, bei Morbus Crohn oder schweren Allergien zum Beispiel, absichtlich Würmer einzusetzen um die Abwehrkräfte der erkrankten Menschen zu erhöhen...mit Erfolg, wie es scheint!

Man kann darüber denken, wie man will aber ein junges Haustier wird man regelmäßig entwurmen oder auf Parasiten untersuchen müssen, vor allem wenn Kinder im eigenen Haushalt leben oder Kontakt zu diesem Tier haben.

Ein Sonderfall stellt der Bandwurmbefall von Hunden und Katzen dar, der hauptsächlich durch Mäuseverzehr oder Flohbefall übertragen wird. Die Bandwürmer können nicht direkt auf den Menschen übertragen werden wie Spulwürmer zum Beispiel aber sie machen den Tieren doch sehr zu schaffen, da sich die Köpfe der Bandwürmer in die Darmwand bohren und dadurch Entzündungsherde setzen und auch viele Nährstoffe wegnehmen. Da die Haustiere im Gegensatz zu Wildtieren keine großen Jagdreviere besitzen, gibt es Gegenden, wo sich eine sehr hohe Bandwurmkonzentration befindet. Da sollte man lieber regelmäßig entwurmen und zwar mit einem reinen Bandwurmmittel.

Nach oben

Fragen & Antworten

Bisher sind keine Fragen gestellt worden.

Ins Gästebuch eintragen