Was meint iXi zu Nagetiere und Kaninchen?

Die Nagetiere haben ein gemeinsames Bedürfnis: das Nagen! Dieser Anspruch sollte möglichst schon mit der Futteraufnahme gestillt werden. Die intensive Nutzung der Zähne ist nicht zuletzt wegen des bei diesen Tieren kontinuierlichen Zahnwachstums unbedingt erforderlich. Es ist schon eine gute Vorraussetzung, wenn als Grundfutter immer gutes, nicht zu weiches Heu angeboten wird. Besser als handelsübliches Fertigfutter ist Saftfutter, Obst, frische Zweige von Haselnuss- oder Obstbäumen oder Grünfutter.

Ein Beispiel: Die Schneidezähne eines Meerschweinchens wachsen pro Woche (!) rund 1,5 mm. Ohne entsprechende Abnutzung durch geeignetes Futter können diese Tiere innerhalb kürzester Zeit gar keine Nahrung mehr aufnehmen, da ihnen die eigenen Zähne dabei im Wege stehen.

Noch ein wichtiger Hinweis zur Calciumversorgung bei Kaninchen, Meerschweinchen und Chincillas:

Bei einem hohen Angebot an calciumreichem Futter reduzieren diese Tiere nicht die Aufnahme über den Verdauungstrakt, sondern forcieren die Ausscheidung des überflüssigen Calciums über den Harn. Dieser Mechanismus ist verantwortlich für die Neigung dieser Tierarten für die Bildung und Ablagerung von Harnsteinen. Diese Besonderheit sollten Sie bei der Fütterung unbedingt beachten.

Wasser muss ständig zur Verfügung stehen, da immer Bedingungen auftreten können, die einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf nach sich ziehen. Dies ist zum Beispiel der Fall bei einer Erkrankung, höheren Umgebungstemperaturen, einem verminderten Wassergehalt im Saftfutter oder auch einem höheren Salzgehalt im Futter. Die unbegrenzt mögliche Aufnahme von Wasser dient

auch in Maßen des Ausspülens frisch gebildeter Harnsteine.

Immer besteht auch die Gefahr einer Überversorgung mit Energie, verursacht durch zu große Kraftfuttermengen und der Selektion energiereicher Futtermittel durch die Tiere selbst.

Nach oben

Fragen & Antworten

Bisher sind keine Fragen gestellt worden.

Ins Gästebuch eintragen